Tadschikistan - Pamir Highway

  • Der Pamir-Highway geistert mir schon seit Jahren im Kopf herum und lässt mich nicht wirklich los. Nach dem Karakorum-Highway quasi auf der "anderen Seite" des Gebirgsmassivs von Westchina nach Pakistan ist es die höchstgelegenste Fernstraße der Welt. Die unten aufgeführten Pässe zeigen das ganz deutlich auf. Auf dem Weg eröffnet sich der Blick auf zahlreiche Berge weit jenseits der 5.000 m, einige bis an die 8.000 m heran. Ferienstrassen.info nennt diese Straße die "Mutter aller Hochgebirgsstraßen über das Dach der Welt". Ja, das hat was.


    Ich veröffentliche diesen Beitrag hier, weil ich mich der Thematik jetzt doch in Riesenschritten annähern möchte. Nicht als Bestandteil einer "Reisegruppe", die mit 4x4-Toyotas und Fahrer das Ding mal eben in 1 Woche abspulen, toll, dagewesen. Sondern weil ich ernsthaft vorhabe, diese Strecke mit dem eigenen Auto zu fahren.


    Bildquelle: asien.org


    Pamir-Highway.jpg


    Thematik: Hochgebirgsstraße, Historische Route, Seidenstraße

    Art der Route: Auto, Motorrad, Fahrrad

    Länder: Tadschikistan + Kirgisistan (Zentralasien)

    Start: Duschanbe (Tadschikistan)

    Ziel: Osch (Kirgisistan)

    Länge: ca. 1.300 km

    Höchste Pässe: Saghirdasht Pass (3.252 m), Koitezek Pass (4.271 MüM), NeizatashPass (4.137 m), Ak-Baital Pass (4.655 m), Uy Buloq Pass (4.232 m), Kyzyl-Art Pass (4.336 MüM), Irkestam Pass (3.536 m), Taldyk Pass (3.610 m),

    Fertiggestellt: 1932 Abschnitt Osh-Khorog, 1940 Abschnitt Khorog-Dushanbe

    Alternative Routen: Wakhan-Korridor + Bartangtal

    Fluganbindung: Internationale Flughäfen in Duschanbe (TJ) und Osh (KG)

    (Textquelle: https://www.ferienstrassen.info/pamir-highway/)

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.

  • Das wäre ein tolles Ziel.

    Wielange bräuchte man für so'n Trip?

    So wie ich ihn plane, mit Einbeziehung des Karakorum-Highways, werden es wohl so an die 3 Monate werden. Wenn ich das Ganze auf 2 Monate verkürzt bekomme, dann schaffe ich das vor dem Rentendasein. Wenn ich mir meinen Körper aktuell so anschaue und wenn das so weitergeht, brauche ich das mit 65 oder 67 nicht mehr zu probieren.

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.

  • Da muss aber was ordentliches her. Mit einem 2WD würde ich so eine Toir nicht wagen wollen. Zudem müssen Ersatzteile an Bord sein. Vielleicht auch besser nicht allein?

    Tour Grobplan:

    Anreise über Polen, Weissrussland, Russland, Kasachstan nach Kirgisistan (Bishkek). Dort das Fahrzeug gut unterstellen. Dann eine "Gruppenreise" von Bishkek über den Karakorum-Highway nach Islamabad. Dauer 15 Tage. Von Islamabad für 435 € (Stand heute) einen Flug mit Emirates über Dubai zurück nach Bishkek.

    Von dort wieder mit dem eigenen Fahrzeug dann Richtung Osh (Kirgisistan) und den Pamir-Highway nach Dushanbe (Tatschikistan), natürlich durch den Wakhan-Korridor an der afganischen Grenze entlang. Dann geht es wieder Richtung Norden nach Taschkent und Samarkand (Usbekistan),von dort durch Turkmenistan in den Iran, also quasi wieder in die Zivilisation.

    Im Iran sind Isfahan und Schiras weitere Stationen, bis die Ausreise über Teheran und Täbris in die Türkei erfolgt. Möglicherweise ist da dann auch noch ein "Abstecher" nach Armenien drin. Wenn man sowieso schon mal da ist :).

    Durch die Türkei dann in mehr oder weniger bekanntes Terrain von der letzten Bulli-Tour 2012. Auf jeden Fall wieder Nemrut-Dagi, die Straße nach Kayseri, die wir damals in umgekehrter Richtung gefahren sind. War ein absoluter Traum! Dann zum wiederholten Male Kappadokien, Ballonfahren ist angesagt. Aufenthalt so lange, bis der Preis pro Person unter 100 € liegt. Und dann der "übliche" Weg zurück, vielleicht diesmal nicht über Bulgarien, sondern mit der Fähre von Griechenland nach Bari.

    Fahrzeug: Ich tendiere aktuell zu einem Crafter L1H1 in Atacama-Optik :sabber:mit Hinterradantrieb und verstärkten Stoßdämpfern, höhergelegt mit AT-Bereifung und sperrbarem Differential sowie noch ein paar anderen Features, z.B. Trenntoilette, Diesel-Cerankochfeld, vergrößerter Tank, kurzes Getriebe. Allrad wird überbewertet8)

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.

  • Wie... 3 Monate....

    Ein Kumpel von mir ist gerade mit einem Oldtimermoped nach Wladiwostok gefahren. In 8 Tagen. Mit Abstecher nach Moskau und an den Baikalsee.

    Dank SpotWalla konnten wir live und in Farbe verfolgen wo er sich gerade rumtreibt.


    Edit: klar, issen Scherz, kann man nicht vergleichen. Das eine ist ein Gewalt-Road-Trip, das andere eine Abenteuerreise mit dem Anspruch, auch was zu sehen und zu erleben.

  • Das ist ja so ein Trip wie die Asiaten bei uns gerne machen:

    "Europa in 7 Tagen"

  • Allrad wird überbewertet

    Nun ja, da bin ich anderer Meinung.

    Ich war mit meiner 4x4 DoKa schon zwei mal in einer Situation, da war die HA komplett in der Luft, da greift dann der Vorderradantrieb oder eben der Pannendienst. Umgekehrt geht das im übrigen genauso.

    Und das war nicht unbedingt im unwegsamen Gelände. Ein Graben und eine schmale nicht befestigte Straße reicht völlig.

    Ach ja,

    Eine solche Straße "machen"??

    Meins wär das nicht, macht irgendwie keinen Sinn für mich öde und eintönige Straßen ohne Vegetation zu befahren , nix für ungut, jeder hat seine Vorlieben