Wie funktioniert das mit dem Bulli?

  • Hallo, sorry, wenn wir hier mit einer aus Eurer Sicht sicher dummen Frage starten aber das bewegt uns wirklich. Ich habe auch im Forum keine Stelle gefunden, wo das schon mal behandelt wurde:


    Wir sind kurz vor einem Bullikauf und werden demnächst mit einem Leih-Bulli testurlauben. Aber an alle erfahrenen Fahrer mal folgende Frage:


    Es gibt 1.000 und mehr Camping-Varianten. Wir suchen eine, um im Urlaub beweglich und flexibel zu sein und der Bulli scheint uns das Richtige dafür zu sein. Wie muss ich mir das vorstellen, wenn Ihr mit dem Bus auf einen Campingplatz fahrt, Grill aufbaut, Vorzeit, Wasser und Strom anschließt etc. Bleibt der Bus dann für das Wochenende auf dem Zeltplatz stehen - analog zu Campinganhängern oder Riesen-Motorhomes? Oder packt man morgens das Vorzeit ein, löscht den Grill und fährt den ganzen Tag im Bus herum, kommt abends auf seinen Stellplatz zurück und baut alles wieder auf?


    Kurzum, behält man seine Mobilität, wenn man mit dem Bulli campt oder heißt es: einmal alles aufgebaut, bleibt man solange quasi ohne Auto?


    Danke für Eure Unterstützung!!


    Dan & Sue

  • Danke!! D.h. man kauft am besten kein Vorzelt, das am Auto befestigt wird, sondern eines, dass eigenständig stehenbleiben kann? Das würde dann wirklich bedeuten, man hat vor Ort mit dem Bus ein vollständiges Auto.


    Was macht man am Abreisetag, wenn es regnet, kann man so ein Zelt nass verpacken?

  • hi Dan und Sue,


    Klar, nass einpacken und zu Hause wieder auspacken, trocknen, putzen und zusammenpacken.
    Damit ihr mobil bleibt also besser ein freistehendes Vorzelt oder einfach nur ein Pavillon. Klapptisch und zwei Stühle.
    Fertig.
    Immer mit wenig anfangen und dann nach und nach dazu kaufen, das ist besser als gleich mit zu viel Krempel unterwegs zu sein.
    So ein Bus ist schnell vollgepackt und dann kann man sich drin nicht mehr umdrehen.
    Ob man einen voll ausgestatteten California mit Möbelzeile und Kühlschrank benötigt ist Geschmackssache.
    Vielen reicht ein Bett und ein kleiner Küchenblock mit Spüle mit Kanister für Wasser und Abwasser. Weniger ist mehr.
    Ein Transporter Kombi, also mit Fenster, wird oft nur für die Hälfte des Geldes gehandelt als ein Multivan.
    Alles eine Frage des Anspruchs und des Budgets.
    Am besten ihr schreibt mal etwas genauer was ihr mit dem Bus vorhabt.

  • Ahoi


    und wilkommen.


    Eine schöne Möglichkeit um sich ein wenig Übersicht zu verschaffen sind Stammtische und Treffen.


    Da sind meistens verschiedene Fahrzeuge in diversen Ausbaustufen und da Busfahrer zusammenhalten wird man euch bestimmt bereitwillig Auskunft und Demos geben.


    Aus welcher Ecke stammt ihr? Da wird sich bestimmt eine Zusammenkunft in der Nähe finden wo ihr schnuppern könnt.


    Schönste Grüße


    red bulli

  • Hallo Peter,
    vielen Dank. So hatten wir das auch gedacht - mit wenig starten. Aber man möchte sich auch nicht in einem halben Jahr ärgern, zu klein angefangen zu haben. Das Problem haben aber sicher alle. Wichtig ist uns, vor Ort mobil zu sein. Daher scheiden Motorhome und Caravan aus. Ein Schlafplatz und eine rausnehmebare Miniküche werden es sicher tun für den Anfang. Meinst Du einen normalen Transporter Kombi, der gar nicht zum Campen gedacht ist und dann Sitze raus, Matratze rein?
    ..noch ne doofe Frage - ein alleinstehendes Zelt, Grill und Küchenzeile würdet ihr auf einem Campingplatz tagsüber stehenlassen und hättet keine Angst, dass es dann weg ist? Oder schmeißt ihr alles in den Bus, wenn es an die Tagestouren geht und kommt abends auf den leeren Platz zurück?

  • Also eigentlich braucht man sich keine Sorgen machen, dass Abends alles weg ist,
    das habe ich zumindest noch nie gehört.
    Ich würde die Dinge im Zelt belassen und gut. Wird ja auch nicht gerade der 600 Euro Weber Gasgrill sein.


    Mit ein bißchen Übung und Erfahrung fährt man den Bus auch abends wieder so ans Vorzelt, dass es passt.
    Da gibt es auch Tricks zur Orientierung, z.B. eine Schnur am Boden spannen entlang der Reifen auf der Fahrerseite.


    Vorzelt können i.d.R. immer alleine Stehen, haben halt die Schleuse zur Schiebetür.


    Aber wie schon geschrieben, ein normales Zelt oder ein Pavillon reichen auch erstmal zum Kennenlernen,
    oder etwas gebrauchtes.

  • Willkommen hier.


    Ja, die Busvorzelte sind eigentlich alle so gebaut, dass man den Bus wegfahren kann. Dann macht man die Schleuse zu, ggf. zwei Leinen dran und gut. Abends umgekehrt. Geht super, Mobilität bleibt erhalten.

  • Moin,
    bei uns kommt das auch immer drauf an wie lange man steht, bzw was man braucht.


    Vorteil bei einem "vollausgestatteten Camper", also Bulli mit vernünftigem WoMo Ausbau ist, dass man nicht mehr viel räumen braucht.
    Wenn ich irgendwo zum stehen komme fahre ich auf die Auffahrrampen, Steck den Strom an, Dach hoch, Markise, Tisch und zwei Stühle und das wars.
    Essen vorbereiten geht dann prima in der fest verbauten Küche oder auf dem Tisch draussen und gekocht wird dann auf dem kleinen Kartuschenkocher unter der Markise.
    Nen Süppchen und alles was nicht spritzt und stinkt kann man auch im Bus kochen.


    Die Mobilität bleibt dann insofern erhalten, dass man in 5 Minuten Reisefertig ist.
    Dach zu, Markise rein und Strom ab und losfahren...
    Tisch und Stühle kann man in der Regel bedenkenlos stehen lassen, sonst sinds 7 Minuten Abbauzeit.


    Geht also auch ohne Vorzelt alles fix... das meiste räumt man ja eh den Abend noch wieder weg, sonst hat man morgens ja doppelt so viel.

  • "Camping ist, wenn man seine eigene Verwahrlosung als Entspannung empfindet!"
    Nach meiner Meinung nimmt die Verwahrlosung mit der Güte des mitgeführten Equipments ab. ;)


    Wir machen meist Campingurlaube. und nehmen je nachdem, was wir vorhaben, den Wohnwagen mit, oder eben nicht.


    Auf der britischen Insel haben wir eine zweiwöchige Rundreise gemacht und waren fast täglich an einem anderen Ort. Da haben wir den Bulli solo genutzt. Zelt und Grill lagen auf dem Dachträger und der Rest war im Bus verstaut.
    Es war eine tolle Reise, aber das lag bestimmt auch daran, das der Golfstrom noch funktioniert und wir bestes Wetter hatten.


    Für den Urlaub in Frankreich haben wir uns einen gut ausgestatteten Campingplatz gesucht und die Umgebung sternförmig abgegrast. Für alles, was in der Nähe lag, reichten uns die Fahrräder.


    Ich fahre einen Multivan mit einer Schaumstoffauflage auf der Liegefläche und habe einen Küchenblock hinter dem Beifahrersitz verbaut. Die Markise auf dem Dachträger ist in Fahrtrichtung rechts montiert. Bei schlechtem Wetter oder längeren Aufenthalten baue ich das Buszelt an der linken Fahrzeugseite auf.
    Schade, dass es den T4 mit der Multivan-Ausstattung nicht mit dem langen Radstand gegeben hat. Das gäbe morgens beim Anziehen etwas mehr Luft, wenn man sich die Hose hochziehen möchte. Multivan mit Aufstelldach ist ja auch ziemlich selten.


    Wenn ich noch einmal von vorn anfangen würde, wäre mein Bulli etwas grösser (Aufstell.- oder Hochdach, langer Radstand) und mein Wohnwagen etwas kleiner.


    Dieser Beitrag ist als Denkanstoss gedacht und hilft Euch vielleicht bei der Entscheidung für den Bulli, den Ihr für Eure Bedürfnisse braucht.


    Multivan innen